Donnerstag, 17. Mai 2018

Die wahre Ökobilanz der Elektroautos




Christopher Schrader
 
Die wahre Ökobilanz der Elektroautos

Spektrum der Wissenschaft, Mai 2018, Seite 12 bis 19






Ein Lesetipp von Dr. Friedrich Buer




Jedenfalls sind Elektroautos weit von dem entfernt, was uns die Bundesregierung weismachen will. Von sauber und null Emissionen kann keine Rede sein. Das lehrt der Bericht des Physikers Christopher Schrader. Gleich am Anfang lese ich, dass eine Gruppe von 15 emeritierten Mobilitäts- und Infrastrukturprofessoren sich in einem offenen Brief schockiert zeigte von dem „Eindruck, dass bei dieser Diskussion die Gesetzmäßigkeiten der Physik außer Acht gelassen werden.“ Im SPIEGEL sei gar von „Ökoschwindel“ und „Stromillusionen“ die Rede gewesen.
Christopher Schrader zeigt an vielen Beispielen, wie vielschichtig, verwickelt und oft widersprüchlich das Thema Elektromobilität ist. Visionen gibt es reichlich, was wirklich kommt, das weiß niemand. Für mich ist das die Gelegenheit für Politiker und Subventionsschnorrer, im Trüben zu fischen und Subventionen abzugreifen. Für Elektroautos fließen sie schon. Dabei sind Subventionen oder harmloser „Förderungen“ nur Tarnbegriffe für Geld, das uns in Form von Steuern oder „Öko-Umlagen“ abgeknöpft wird, damit die Empfänger es für unwirtschaftliche Zwecke kassieren können. Die hoch gelobte von CO2- und von  Feinstaub befreite, das Klima rettende Mobilität ist so eine Vision.
Zwei Beispiele aus der Realität: Vor allem wegen der Batterien wird bei der Herstellung des e-Golf von VW und des i3 von BMW etwa doppelt so viel CO2 freigesetzt wie bei den konventionellen Vergleichsautos. Erst nach 150.000 km Fahrleistung, also etwa 10 Jahre nach dem Kauf, ist dieser „ökologischen Rucksack“ geleert. Je größer die Reichweite, desto schwerer der Rucksack. Bei einer Reichweite von 400 km wäre er erst nach 300.000 km geleert, also fast nie.
Auch der Feinstaub wird nicht weniger, sondern mehr, weil Elektromotoren ihr volles Drehmoment sofort beim Start liefern und rasant beschleunigen. Das erhöht erst den Abrieb der Reifen und danach den der Bremsen. Daran ändern auch die vielen zusätzlich für Elektroautos zu errichtenden Windmühlen und Solarfelder nichts. Stattdessen wird der Natur und der Kulturlandschaft und unserer Gesundheit noch mehr geschadet. Es lohnt sich diesen Bericht zu lesen.



Dr. Friedrich Buer                                                                                                         
7. Mai 2018








Mittwoch, 21. Februar 2018

Wie die gutwillige Kundschaft von Sonnenenergie getäuscht wird



Dr. Friedrich Buer









In „Unendliche Welten – Kreuz und quer durchs Chemie-Universum“ führen uns die Herausgeber und die Gesellschaft Deutscher Chemiker durch die Welt der Chemie. Namhafte Autoren stellen in 33 Aufsätzen die wichtigsten Gebiete allgemeinverständlich vor, auch wenn gelegentlich Vorkenntnisse erwartet werden. Eines wird klar: Eine Welt ohne Chemie und ohne die Leistungen der Chemikerinnen und Chemiker ist heute nicht mehr vorstellbar. Ohne Ammoniak-Synthese und Mineraldünger könnte die Erde nur etwa 1,5 Milliarden Menschen ausreichend ernähren. Zur Zeit sind es 7,5 Milliarden. Die Autoren verschweigen aber auch nicht die Schattenseiten und den Missbrauch chemischer Technik und reden Klartext. Dazu ein Zitat auf Seite 11 des Kapitels „Die Spielwiese der Anorganischen Chemie“. Es geht um Stickstofftrifluorid (NF3) und was offenbar sorgfältig verschwiegen wird.
„Man verwendet NF3 z. B. in der Solarindustrie zum Reinigen der Beschichtungskammern. Die Verbindung wirkt als Treibhausgas mehr als 17.000-mal stärker als Kohlendioxid und wird in deutlich steigender Menge in der Atmosphäre nachgewiesen. Bislang gibt es keinen unschädlichen Ersatzstoff und kein Verfahren, das die Emission dieses Schadstoffes gänzlich unterdrückt. So macht sich die gutwillige Kundschaft von Sonnenenergie an der Freisetzung von klimaschädlichen Gasen schuldig, ohne es zu wissen oder wahrhaben zu wollen.“
Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir von unserer „Klimakanzlerin“ und ihren Helfern seit Jahren verschaukelt werden.

Dr. Friedrich Buer